Eine Bubble Waffle ist eine Waffel aus Hongkong mit kleinen, kugelförmigen Kammern: außen knusprig, innen weich und leicht chewy. Gebacken wird sie in einem speziellen Eisen mit halbrunden Mulden. Auf Kantonesisch heißt sie gai daan jai, auf Englisch auch Egg Waffle oder Eggette. Bei uns wird sie warm zur Tüte geformt und mit Eis, Sauce und Crunch gefüllt.
Hier erfährst du, woher die Bubble Waffle kommt, was in den Teig gehört, wie du sie zu Hause backst, warum wir unseren eigenen Teig mit Tonkabohne ansetzen – und was hilft, wenn sie nicht knusprig wird.
Kurz gesagt
- Die Bubble Waffle kommt aus Hongkong und ist dort ein Klassiker der Straßenküche.
- Außen knusprige Kugeln, innen weich – Waffel und Eistüte in einem.
- Zu Hause brauchst du ein spezielles Bubble-Waffle-Eisen, elektrisch oder für den Herd.
- Knusprig wird sie mit richtig heißem Eisen, nicht übermischtem Teig und kurzem Ausdampfen vor dem Formen.
- Bei Katchi backen wir mit eigenem angesetztem Teig mit Tonkabohne – ohne Ei.
Woher kommt die Bubble Waffle?
Die Bubble Waffle stammt aus Hongkong und ist dort seit Jahrzehnten ein Klassiker der Straßenküche. Ihr kantonesischer Name gai daan jai bedeutet wörtlich „kleines Hühnerei“ – wegen der eiförmigen Kugeln.
Wer sie erfunden hat, ist nicht belegt. Die bekannteste Geschichte: Straßenhändler sollen in den 1950er-Jahren angeschlagene Eier, die sie nicht mehr verkaufen konnten, zu Teig verarbeitet haben. Andere erzählen von eierlosem Teig, der durch die Form wenigstens wie Ei aussehen sollte. Gesichert ist nur, dass die Bubble Waffle aus Hongkong kommt und von dort aus die Welt erobert hat. Einen guten Überblick gibt der englische Wikipedia-Artikel Egg waffle.
Namen hat sie viele: Egg Waffle, Eggette, Egg Puff, Puffle, Hong Kong Cake oder einfach Bubble Waffle – gemeint ist immer dieselbe Waffel.
Was macht die Form so besonders?
Eine Bubble Waffle hat je nach Eisen etwa 20 bis 35 kleine Kugeln. Jede Kugel ist außen knusprig und innen weich – so bekommst du in jedem Bissen beides. Durch die vielen Rundungen hat die Waffel eine große Oberfläche, die viel Crunch bringt und Saucen und Toppings gut hält. Und weil sie zwischen den Kugeln dünn ist, lässt sie sich warm zu einer Tüte formen.


Bubble Waffle oder klassische Waffel?
- Belgische Waffel: dick, mit tiefen eckigen Taschen, aus Hefe- oder Rührteig – eher fluffig als knusprig.
- Herzwaffel: dünn und weich, die klassische deutsche Waffel vom Waffeleisen zu Hause.
- American Waffle: rund oder eckig, meist zum Frühstück mit Ahornsirup.
- Waffelhörnchen: hauchdünn und hart gebacken, die Tüte für die Kugel Eis.
- Bubble Waffle: knusprige Kugeln mit weichem Kern – Waffel und Tüte in einem.
Das richtige Eisen
Ohne Bubble-Waffle-Eisen geht es nicht: Ein normales Waffeleisen hat eckige Taschen, das Bubble-Eisen halbrunde Mulden, aus denen die Kugeln werden. Es gibt zwei Arten:
- Elektrisch: heizt gleichmäßig, die Temperatur lässt sich einstellen – der einfachste Weg zu gleichmäßig gebräunten Waffeln.
- Für den Herd: zwei Platten mit Griffen, für Gas oder Induktion. Hier musst du mehr aufpassen und das Eisen beim Backen wenden.
Egal welches: Vor dem ersten Teig dünn einfetten, dann löst sich die Waffel leichter.
Was gehört in einen Bubble-Waffle-Teig?
Ein klassischer Bubble-Waffle-Teig besteht aus wenigen Zutaten – jede hat ihre Aufgabe:
- Mehl gibt die Struktur.
- Speisestärke macht die Kruste knuspriger.
- Backpulver lässt die Kugeln aufgehen.
- Zucker bringt Süße und Bräune.
- Salz hebt den Geschmack.
- Milch oder Wasser bestimmen die Konsistenz.
- Geschmolzene Butter oder Öl sorgen für Geschmack und einen saftigen Kern.
- Vanille – oder bei uns: Tonkabohne – für das Aroma.
Und das Ei?
Im klassischen Rezept steckt Ei: Es soll den Teig binden und luftig machen. Früher haben wir auch mit Ei gebacken. Dann haben wir mit und ohne getestet und unsere Gäste blind verkosten lassen – der eifreie Teig hat klar gewonnen: fluffiger und leichter, bei gleich knusprigem Rand. Seitdem backen wir ohne Ei.
Unser Teig: angesetzt mit Tonkabohne
Unsere Bubble Waffles backen wir mit unserem eigenen angesetzten Teig – deswegen schmecken sie so besonders. Die Tonkabohne erinnert an Vanille, hat aber mehr Tiefe: Noten von Mandel, Karamell und ein Hauch Gewürz. Wenn die Waffel aus dem Eisen kommt, riecht man das sofort. Die genaue Rezeptur bleibt unser Geheimnis.

Bubble Waffles selber machen: Schritt für Schritt
- Teig rühren: Trockene Zutaten in einer Schüssel mischen, flüssige in einer zweiten. Dann die flüssigen zu den trockenen geben und nur so lange rühren, bis keine Mehlnester mehr da sind. Wer zu lange rührt, bekommt zähe Waffeln.
- Ruhen lassen: 20 bis 30 Minuten – der Teig wird gleichmäßiger und bäckt besser.
- Eisen vorheizen: komplett durchheizen lassen und dünn einfetten.
- Teig einfüllen: so viel, dass alle Mulden gefüllt sind, aber nichts über den Rand läuft.
- Backen: Eisen schließen. Beim Herd-Eisen direkt einmal wenden, damit der Teig in die obere Hälfte läuft. Insgesamt brauchen die Kugeln ein paar Minuten, bis sie goldbraun sind – beim Herd-Eisen etwa 2 bis 3 Minuten pro Seite.
- Ausdampfen lassen: Waffel herausnehmen und ein paar Sekunden an der Luft lassen – so wird sie knusprig.
- Formen und füllen: noch warm zur Tüte rollen oder flach auf den Teller legen, dann füllen.

Wie wird eine Bubble Waffle richtig knusprig?
- Eisen richtig heiß: Erst backen, wenn das Eisen komplett durchgeheizt ist – sonst wird die Kruste blass und weich.
- Teig ruhen lassen: Ein angesetzter Teig bindet besser und bäckt gleichmäßiger.
- Nicht zu früh öffnen: Bis die Kugeln goldbraun sind, braucht es ein paar Minuten.
- Kurz ausdampfen lassen: Frisch aus dem Eisen ist die Waffel noch weich. Ein paar Sekunden Luft, dann formen.
- Erst zum Schluss füllen: Eis und Sauce kommen direkt vor dem Servieren dazu, damit der Crunch bleibt.


Die Bubble Waffle zur Tüte formen
Traditionell wird die Bubble Waffle flach gegessen, aus der Hand oder vom Teller. Als Tüte ist sie der perfekte Eisbecher zum Mitnehmen: Die warme Waffel direkt nach dem Backen um ein Glas oder ein Nudelholz legen – oder wie bei uns in eine Papiertüte rollen. Beim Abkühlen wird sie fest und hält die Form.
Beim Füllen gilt: Balance. Die Waffel ist kein reiner Behälter, sie gehört zum Geschmack. Lieber zwei Kugeln und eine Sauce als alles auf einmal – dann bleibt jeder Bissen knusprig.

Toppings und Füllungen
Durch die vielen Kugeln hält die Bubble Waffle Toppings besonders gut. Süß geht fast alles:
- Eis – natürlich
- Sahne
- frische Früchte wie Erdbeeren, Banane oder Kirschen
- Saucen: Schoko, Karamell, Erdbeere
- Nüsse und Krokant
- Cookies und Brownie-Stücke
- Schokolinsen und Streusel
Herzhaft funktioniert sie auch – mit Käse, Speck, Schinken, Kräutern oder Gemüse direkt im Teig oder obendrauf. Bei uns gibt es sie süß.


Unsere Lieblingskombinationen
Nuts
Nusseis, Karamellsauce und gehackte Nüsse – für alle, die es knackig mögen.

Black Forest
Unsere Schwarzwälder Variante mit Kirschen, Sahne und Schokolade.

Strawberry & Banana
Frische Früchte, Vanille- und Schokoladeneis, dazu Erdbeer- oder Schokosauce.

Willy Wonka
Unsere vegane Willy Wonka Chocolate Bomb in der Waffel – Schokolade, Brownie und Erdnussbutter.

Alle Sorten, die du in deine Waffel packen kannst, findest du in unserer Eissorten-Liste.
Varianten zum Ausprobieren

- Schoko-Teig: ein Teil des Mehls durch Kakao ersetzen – dunkle Kugeln, schokoladiger Biss.
- Strawberry Shortcake: Erdbeeren, Sahne und Vanilleeis.
- S'mores: Schokolade, Marshmallows und Keksbrösel.
- Kokos: Kokosmilch im Teig, Kokosflocken obendrauf.
- Apfelkuchen: Zimt im Teig, warme Äpfel und Vanilleeis.
- Matcha: Matcha-Pulver im Teig für eine grüne Waffel mit feiner Bitternote.
Zu Hause kannst du auch mit glutenfreien Mehlmischungen experimentieren. Wichtig für Allergiker: Unsere Bubble Waffles sind nicht glutenfrei, der Teig enthält Weizenmehl.
Wenn es nicht klappt: Fehler und Lösungen
| Problem | Mögliche Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Waffel ist weich statt knusprig | Eisen nicht heiß genug, zu früh geöffnet, nicht ausgedampft | Eisen länger vorheizen, länger backen, vor dem Formen kurz an die Luft |
| Waffel ist zäh | Teig zu lange gerührt | Nur verrühren, bis keine Mehlnester mehr da sind |
| Teig läuft über | zu viel oder zu dünner Teig | weniger einfüllen, notfalls etwas Mehl nachgeben |
| Waffel klebt | Eisen nicht eingefettet oder zu kalt | dünn einfetten, Eisen ganz durchheizen |
| Ungleich gebräunt | Teig ungleich verteilt, Herd-Eisen nicht gewendet | alle Mulden füllen, beim Herd-Eisen wenden |
| Verbrannt außen, roh innen | Temperatur zu hoch | Hitze reduzieren und etwas länger backen |
Pflege des Waffeleisens
- Elektrische Eisen nie unter fließendes Wasser halten – sie sind nicht wasserdicht.
- Teigreste am besten lösen, solange das Eisen noch warm ist: mit einem feuchten Tuch oder einer weichen Bürste.
- Fett und Flecken mit einem feuchten Tuch und etwas Spülmittel abwischen, danach trocken reiben.
- Keine Metallwerkzeuge auf der Beschichtung – lieber Holz- oder Silikonspatel.
Bubble Waffles in Berlin
Frisch gebacken gibt es unsere Bubble Waffles am Ku'damm 27 und am Hackeschen Markt. Welche Varianten es gibt, was sie kosten und wo du sie bekommst: Bubble Waffle in Berlin.

Bubble Waffles für dein Event
Wir backen Bubble Waffles auch live auf Firmenfeiern, Messen und Hochzeiten. Wie das abläuft, steht bei Waffelstand mieten – deinen Preis rechnest du direkt im Catering-Rechner aus.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Waffel und Bubble Waffle?
Die Bubble Waffle hat statt eckiger Taschen viele kleine Kugeln: außen knusprig, innen weich. Normale Waffeln sind gleichmäßiger und weicher. Und die Bubble Waffle lässt sich zur Tüte formen.
Woraus besteht eine Bubble Waffle?
Klassisch aus Mehl, Speisestärke, Backpulver, Zucker, Salz, Milch, Ei, Vanille und geschmolzener Butter. Unser Teig ist eifrei und mit Tonkabohne angesetzt.
Wie heißt die Bubble Waffle richtig?
Auf Kantonesisch gai daan jai. Bekannt ist sie auch als Egg Waffle, Eggette, Egg Puff, Puffle oder Hong Kong Cake.
Ist Bubble Waffle dasselbe wie Egg Waffle?
Ja, das ist dieselbe Waffel aus Hongkong.
Warum schmecken Bubble Waffles so gut?
Wegen des Kontrasts: knusprige Kugeln mit weichem Kern, dazu viel Oberfläche für Sauce und Toppings.
Was brauche ich, um Bubble Waffles zu machen?
Ein Bubble-Waffle-Eisen – elektrisch oder für den Herd. Mit einem normalen Waffeleisen bekommst du keine Kugeln.
Sind Katchis Bubble Waffles glutenfrei?
Nein, der Teig enthält Weizenmehl.
Sind Katchis Bubble Waffles mit Ei?
Nein, unser Teig ist eifrei.

